FAUmax alpha

Rahmen

Der Rahmen des Fahrzeugs besteht aus einem Gitterrohrrahmen aus hochfestem Vergütungsstahl. Die Fachwerkstruktur sorgt für eine hohe Steifigkeit bei gleichzeitig geringem Gewicht. Um maximale Präzision zu gewährleisten, wurde der Rahmen von einem Fachmann geschweißt und unter Einsatz von Schablonen gefertigt. Zudem ist die Geometrie speziell auf das Fahrwerk abgestimmt.

Antrieb

Der Antrieb erfolgt über eine Kette mit einem Torsen-Sperrdifferential. Die Abtriebswellen sind als Eigenkonstruktion gefertigt.

Fahrwerk

Das Fahrwerk setzt auf eine Einzelradaufhängung mit Doppelquerlenkern aus Kohlefaser, die ein aerodynamisch optimiertes NACA-Profil aufweisen. Die Fahrwerksauslegung erfolgte mittels Adams Car. Der Radstand beträgt 1650 mm, während die Spurweite an der Vorderachse 1250 mm und an der Hinterachse 1200 mm beträgt. Zum Einsatz kommen 7,0 x 13″ BBS-Leichtmetallräder mit GoodYear Racing Slicks. Die Feder-Dämpfer-Einheit besteht aus Cane Creek Double Barrel Dämpfern, die über Push-Rods mit Eibach Rennfedern angesteuert werden. Die Verzögerung erfolgt über zwei Scheibenbremsen an der Vorderachse und eine Scheibenbremse hinten, die direkt am Differential sitzt. Als Material für die Bremsscheiben kommt C-SiC zum Einsatz. Das Lenkverhalten wird durch eine Wandfluh-Lenkung mit progressiver Charakteristik optimiert.

Aerodynamik

Die Aerodynamik wird durch einen komplett geschlossenen Unterboden mit strömungsoptimiertem Diffusor verbessert. Die Karosserie ist aerodynamisch geformt und orientiert sich mit ihren Seitenkästen an der Formel 1. Sie besteht aus hochfestem, handlaminiertem CFK und wurde so konstruiert, dass eine schnelle Montage und Demontage durch Schnellverschlüsse möglich ist. Zusätzlich erleichtern eingebaute Serviceklappen die schnelle Verstellung des Fahrwerks

Motor

Als Motor kommt ein Viertakt-Einzylinder-Ottomotor des Typs KTM 640 LC4 zum Einsatz, der mit einem „Dakar“-Gehäuse und einer speziellen Kupplung aus dem KTM-Racing-Bereich ausgestattet ist. Der Hubraum wurde auf 610 cm³ modifiziert, während ein Schmiedekolben für zusätzliche Robustheit sorgt. Ein 20-mm-Restriktor im Ansaugtrakt entspricht den Reglementvorgaben. Die Kraftstoffeinspritzung wurde auf eine Saugrohreinspritzung mit einem Prototypen-Steuergerät umgebaut. Zusätzlich erfolgt eine Aufladung über einen Eaton Roots-Kompressor mit 0,5 bar Ladedruck. Die Ladeluft wird durch eine Laminova Wasser-Luft-Ladeluftkühlung optimiert, während ein Laminova Ölkühler für eine effektive Öltemperierung sorgt. Die Abgasanlage besteht aus einem Spezialkrümmer mit einem Akrapovic Endschalldämpfer aus Titan. Die Motorcharakteristik ist auf ein hohes Drehmoment über ein breites Drehzahlband ausgelegt, wobei die Leistung bei etwa 80 PS bei 7500 U/min liegt und das Drehmoment zwischen 3000 und 6500 U/min ca. 90 Nm beträgt.

Elektronik

Im Bereich der Elektronik basiert das Steuerungssystem auf selbst entwickelten Steuergeräten und Knoten, die mit einem AT90CAN128 und einem TJA1040 arbeiten. Eine einheitliche Betriebssystemstruktur auf Basis von FreeRTOS sorgt für eine effiziente Steuerung, wobei die Kommunikation über CAN erfolgt. Ein CAN-basierter Bootloader ermöglicht Software-Updates mittels CAN-Flasher.

Lenkrad und Display

Das Lenkrad und das integrierte Display bilden das zentrale Fahrerinformationssystem, das relevante Daten wie Temperaturen, Fahrmodi und den aktuellen Gang anzeigt. Zudem gibt es eine Schaltungsanweisung für die halbautomatische elektronische Schaltung, bei der die Steuerung des DC-Schaltungsaktorikmotors über eine diskret aufgebaute H-Brücke erfolgt. Gleichzeitig werden Zündunterbrechungsanweisungen an die Motorsteuerung übermittelt. Ein Logging- und Diagnoseknoten speichert sämtliche auf dem Bus befindlichen Informationen auf einer SD-Karte. Die Motorsteuerung übernimmt neben ihrer Hauptfunktion auch die Bereitstellung sämtlicher erfassten Sensordaten für die anderen Knoten im Netzwerk und empfängt Zündunterbrechungsanweisungen der Schaltungsaktorik.

Eindrücke aus der Saison